57 Jahre „Dienen durch Freundschaft“ in Trier und im Kreis Trier-Saarburg

Arthur Troop, ein englischer Polizeisergeant, gründete die International Police Association (IPA) am 1. Januar 1950 mit dem Ziele der Völkerverständigung durch ganz persönlichen Kantakt innerhalb einer Berufsgruppe über Grenzen hinweg. Der in der Kunstsprache Esperanto abgefaßte Satz „Servo per Amikeco“ (= Dienen durch Freundschaft) beschreibt die Philosophie der Vereinigung umfassend. Im Juni 1953 wurde diese Idee von Polizisten aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich aufgenommen. 1954 konstituierten sich die Sektionen Norwegen und Schweiz. Am 3. März 1955 wurde die Deutsche Sektion gegründet. Diese sieht sich in Übereinstimmung mit den internationalen Statuten als politisch und gewerkschaftlich unabhängiger Zusammenschluß von Angehörigen des Polizeidienstes, ohne Unterschied von Rang, Geschlecht, Rasse, Hautfarbe, Sprache oder Religion, ob aktiv oder im Ruhestand befindlich. Ihr Ziel ist es, zwischen diesen Angehörigen des Polizeidienstes Bande der Freundschaft und der internationalen Zusammenarbeit zu schaffen.

Heute hat die Deutsche Sektion der IPA gut 57.000 Mitglieder. Sie gliedert sich in 16 Landesgruppen und innerhalb dieser in Verbindungsstellen. Zur Landesgruppe Rheinland-Pfalz gehört als eine von 31 Verbindungsstellen die Verbindungsstelle Trier. Räumlich umfaßt die Verbindungsstelle Trier das Gebiet der Stadt Trier und des Landkreises Trier-Saarburg und die darin gelegenen Polizeidienststellen. Ausweislich einer Veröffentlichung im Trierischen Volksfreund vom 1. Mai 1963 besteht die Verbindungsstelle seit dem Jahr 1957. Von 1957 bis 1965 führte Jakob Cattelaens in Personalunion die Geschäfte der von ihm gegründeten Verbindungsstelle. Erstmals wurde am 17. Mai 1965 ein satzungsgemäßer Vorstand gewählt. Damals gab es in Trier 26 IPA-Mitglieder. (Mitteilung an Mitglieder der IPA, 1965). Erster gewählter Verbindungsstellenleiter war Alois Spieles (+2006). Ihm zur Seite standen als Sekretär Jakob Cattelaens und als Kassenführer Josef Mohr. Von 1985, nach dem Ausscheiden von Alois Spieles, dem ersten Ehrenmitglied der Verbindungsstelle, aus dem aktiven Polizeidienst, bis 1992 war Hugo Wust Verbindungsstellenleiter.

Ihm folgte bis ins Jahr 2001 Arthur Pauly, der zuvor seit 1976 Sekretär war und dessen Name heute noch in der IPA Deutschland, aber auch bei benachbarten Sektionen, so heißen die nationalen Gliederungen, in einem Atemzug mit „IPA Trier“ genannt wird.
Lange Jahre treue Dienste haben auch Vera Feist als Schatzmeisterin und Achim Müller als Sekretär „Ihrer“ IPA Trier von 1979 bis 2001 geleistet.


Wegen Ihrer Verdienste um die Verbindungsstelle Trier konnte Arthur Paulys Nachfolger Wilfried Plohmann 2001 Vera Feist, Achim Müller und Arthur Pauly zu weiteren Ehrenmitgliedern ernennen.
Ebenso wie Alois Spieles sind Vera Feist und Arthur Pauly von der Deutschen Sektion mit der höchsten Ehrung für ordentliche IPA Mitglieder in Deutschland, dem silbernen Ehrenzeichen, ausgezeichnet worden.

„Nur gemeinsames Handeln macht stark.“ sagten sich Alois Spieles und Arthur Pauly im Jahre 1977 und luden die benachbarten IPA-Freunde aus Bitburg, Differdingen (L), Merzig, Vianden (L) und Wittlich nach Trier zu einer Sitzung (Protokoll der Gründungsversammlung SMS) ein, um die Einrichtung eines Arbeitskreises zu besprechen. Aufgaben und Ziel waren damals die gleichen wie heute - die Verbesserung der Zusammenarbeit der benachbarten IPA Gruppierungen.
Aber auch Besuche aus England 1966 (Gloucester) und Gegenbesuche in England 1975  belegen, dass der Wille zum freundschaftlichen Kontakt zu Kollegen ganz im Sinne des IPA-Gründers Athur Troop in Trier lebte.

Neben Angehörigen aller Sparten der Landespolizei gehören auch Mitarbeiter der Bundespolizei, des früheren Bundesgrenzschutzes, der Verbindungsstelle Trier an.
Die IPA Verbindungsstelle Trier hat zur Zeit 348 Mitgliedern (Stand: März 2015).

Den geschäftsführenden Vorstand bilden zur Zeit Wilfried Plohmann als Verbindungsstellenleiter, Olav R. Schröder als Sekretär und Webmaster.

Die Verbindungsstelle pflegt seit nunmehr mehr wie 30 Jahren die Kontakte zu den benachbarten Verbindungsstellen Bitburg, Daun, Bernkastel-Wittlich, Merzig, Idar-Oberstein und der nationalen Sektion Luxemburg mit ihren Untergliederungen im Rahmen des Saar-Mosel-Sauer-Freundeskreises“. Weiter besteht eine Freundschaft zur IPA im Department Moselle in Frankreich, zu dem die Trierer Partnerstadt Metz zählt. Freundschaftliche Verbindungen pflegen die Trierer heute auch zur IPA des Kreises Steinfurt sowie zur dänischen Verbindungsstelle Horsens, was sich einmal mehr in der Teilnahme von großen Gruppen der jeweiligen Verbindungsstellen am Jubiläumsfest über Fronleichnam 2007 zeigte.

Zum jährlichen Programm, das die Verbindungsstelle für ihre Mitglieder anbietet, gehören der Neujahrsempfang, die Winterwanderung sowie das Zwiebelkuchen-Essen zum Ende der Weinlese-Zeit.

Jeden ersten Donnerstag im Monat ist Stammtisch im “Paulaner in Zurlauben”, Zurlaubener Ufer 77, Trier.

Dazu kommen Fahrten und Ausflüge zu den unterschiedlichsten Zielen. Rheine, Husum, Metzingen, Berlin, Lindau, Bregenz, St. Gallen, Zweibrücken, Tours, Bonn, Cottbus, Aachen, Brüssel und Köln sind Städte, die die Trierer IPA-Freunde in den letzten 10 Jahren bei den Verbindungsstellenfahrten kennen lernen konnten.

Wer Freunde besucht bekommt selbst natürlich auch Gegenbesuche. So hat die IPA Trier in jedem Jahr etwa 20 Gruppen unterschiedlichster Größe von auswärtigen und ausländischen Verbindungsstellen zu Gast.

Mit Wilfried Plohmann hat die Verbindungsstelle einen „eigenen“ Stadtführer, der den Besuchern Trier neben der „normalen“ historischen Führung auch mit seinem Spezialprogramm „Geschichte und Wein“ näher bringt.

Die vielen ganz persönlichen Kontakte einzelner Mitglieder der Verbindungsstelle aus Begegnungen mit IPA-Freunden heraus hier zu nennen würde den Rahmen sprengen.

Wer aber verreist oder Gäste empfängt, tauscht nach guter IPA Tradition Geschenke aus.

„Weg vom Wimpel hin zu etwas Gebrauchbarem“ gab Verbindungsstellenleiter Wilfried Plohmann 2003 als Devise aus. Seither stehen als Gastgeschenke typisch moselländische Produkte wie das „Trierer Schandarmströppschen“, ein lieblicher Elbling Wein, die „Trierer Schandarmsperlen“, ein Sekt aus der Welthauptstadt des Schaumweines, und der „Trierer Schandarmsschweiß“, ein weißer Weinbrand zur Verfügung, um den Besuchten und den Besuchern die Trierer Heimat ganz im Sinne von Arthur Troop näher zu bringen.

Ihre Informationen streut die Verbindungsstelle Trier mit dem „IPA-Kurier“ an die Mitglieder. Und die neuesten Nachrichten aus den Landesgruppen, dem Bundesvorstand und anderen nationalen Sektionen erhält jedes Mitglied vier Mal im Jahr durch die Bundeszeitung „IPA aktuell“.

Die IPA Trier geht mit der Zeit und hat natürlich auch das Internet für sich entdeckt. Aktuell und interessant stellt die Verbindungsstelle Trier sich und ihr Vereinsleben auf dieser Homepage vor. Dank der intensiven Pflege und Aktualität hatte die Homepage seit dem Aufzeichnungsbeginn im Jahr 2001 mehr als 3.400.000 Seitenaufrufe, eine immense Zahl für eine Vereins-Homepage, wie Webmaster Olav R. Schröder vermeldet.

Automobile IPA-Mitglieder erkennen sich gegenseitig an den sehr beliebten blauen Autoscheibenaufklebern.

Auch Ansprechpartner für Ihr Hobby finden die Mitglieder in der IPA. So gibt es eine offizielle Uniformteile-Sammlerliste.

Funkamateure haben ihren eigenen Arbeitskreis. Ja sogar die Fluginteressierten haben ihr jährliches „Fly-In“.

Und alle haben eines gemein. Die erste Kontaktaufnahme wird ihnen allen durch den gemeinsamen Beruf und ein vergleichbares Erfahrungsfeld erleichtert.